Überweisung: Lahm oder sexy? Chancen und Grenzen des Instant Payments

Ob vom Sofa oder von unterwegs, beim Bezahlen im E-Commerce via Laptop, Tablet und Smartphone sind Schnelligkeit und Komfort die Hauptsache. Zu diesem „schnell-und-bequem“-Bedürfnis vieler Kunden mag die traditionelle Bank-Überweisung so gar nicht passen. Zum einen ist das Verlassen der Shop-Seite und die Anmeldung im Online-Banking, gefolgt von manueller Eingabe von Kundenreferenznummer und IBAN, für den Kunden umständlich. Zum anderen ist die klassische Überweisung langsam. Es dauert, bis die Zahlungsinformation beim Empfänger eingeht. Zudem muss dieser in einem weiteren Schritt den Eingang der Zahlung aktiv überprüfen – und erst im Anschluss daran kann die Ware in den Versand gehen. Im Online-Handel, in dem Geschwindigkeit zählt, ein umständliches und langsames Verfahren.

Banken aber bevorzugen noch immer diesen traditionellen Ansatz, auf den die Systeme abgestimmt sind. Es gibt zwar Bestrebungen, Überweisungen durch Instant Payments, also eine Echtzeitüberweisung, interessanter zu machen; so richtig in Gang gekommen sind die Instant Payments der Banken aber noch nicht – und dafür gibt es Gründe.

Zuhauf ungelöste Probleme beim Instant Payment der Banken

Mit Instant Payment sollen Überweisungen rund um die Uhr in Höhe von bis zu 15.000 Euro innerhalb von maximal 20 Sekunden auf dem Empfängerkonto ankommen. Der Kontoinhaber kann das Geld dann sofort nutzen. So weit so gut. Doch bei genauerem Blick fällt auf, dass es noch zuhauf Problemfelder gibt, die das Instant Payment der Banken nicht adressiert:

Eingeschränkte Nutzbarkeit: Zunächst einmal funktioniert der Echtzeit-Geldtransfer von einem Konto zum anderen nur, wenn Sender wie Empfänger Konten bei Banken haben, die auch Instant Payment anbieten. Die Institute nutzen Instant Payment jedoch noch immer verhalten, wie selbst Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kürzlich zugab. Von einer flächendeckenden europäischen Verbreitung kann also kaum die Rede sein. Diese ist aber Voraussetzung für eine uneingeschränkte Nutzbarkeit. Offeriert lediglich eine Seite Instant Payments, hat diese Zahlungsart gegenüber der traditionellen Überweisung keinerlei Zeitvorteil zu bieten.

Keine direkte Einbindung in E-Commerce-System: Ein weiterer Nachteil wird im Online-Handel deutlich. Wunsch von Kunden wie Händlern ist ein schnelles, einfaches und komfortables Einkaufserlebnis. Um dies zu gewähren ist die „Echtzeit-Information“ an das Händlersystem, dass der Einkauf faktisch bezahlt ist, entscheidend. Erst nach Eingang dieser Information wird die Ware versendet. Banken jedoch können eine derartige Sofortinformation beim Überweisungsprozess in der Regel nicht übermitteln. Dazu fehlt es häufig an entsprechenden Schnittstellen, über die Konten direkt in das E-Commerce-System eingebunden wären. In der Regel sind Händler darauf angewiesen, den Zahlungseingang auf dem Konto kontinuierlich zu überwachen und auszuwerten – eine mühselige Angelegenheit.

Kostenpflichtig: Eine weitere Schwäche im Instant Payment der Banken liegt in den Zusatzkosten, die bei dieser Überweisungsart für den Kunden entstehen. Abhängig vom Kontomodell verlangen manche Banken für die Echtzeitzahlung mehr als zwei Euro von ihrem Kunden. Damit stehen sich die Banken selbst im Weg und erschaffen ein Akzeptanzproblem. Es ist kaum verwunderlich, dass Kunden nur äußerst ungerne für das Bezahlen zahlen.

Mehrwert und Potenzial der Echtzeitzahlung

Fintechs sind bei der Erfüllung der Händlerwünsche bereits einen Schritt weiter und arbeiten an Kundenbedürfnissen und Usability. Mit ihren optimal in die E-Commerce-Systeme integrierten Lösungen bieten Zahlungsdienstleister wie Trustly Händlern und Kunden die Vorteile schneller, komfortabler und kostengünstiger Online-Direktüberweisungen bereits seit Jahren. Alle erforderlichen Zahlungsinformationen (wie IBAN und Referenznummer) werden bei der Nutzung des Trustly-Systems bereits übernommen. Sobald ein Kunde eine Zahlung initiiert hat, geht die Information automatisch über Schnittstellen, die Zahlungsdienstleister- und Händlersystem verbinden, an den Händler. Mit dieser Information kann der Versand unmittelbar erfolgen. Wann der Zahlungseingang präzise verbucht wird, ist für den Versand der Ware unerheblich. Entscheidend ist nur die Information, dass die Zahlung auf dem Weg ist. Händler zufrieden, Kunde zufrieden – wer braucht dann noch das Instant Payment der Banken? Solange diese in ihrer alten Denkweise verhaftet bleiben und die Ansprüche von Händlern nicht erkennen und in ihre Systeme implementieren, bleiben Anbieter wie Trustly erste Wahl als kompetenter Payment-Partner.

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