Alternative Zahlungsmethoden – der Liebling des E-Commerce

Bequem, einfach und schnell: So sieht ein rundum gelungenes Einkaufserlebnis aus. Das gilt insbesondere im Internet, wo die Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt ist. Daher legen es immer mehr Online-Händler darauf an, dem Kundenwunsch bestmöglich nachzukommen. Während viele Shopsysteme mittlerweile bequem zu bedienen und gefällig anzusehen sind, liegt ein Stolperstein der erfolgreichen Customer Journey beim Check-out. Bietet ein Händler hier nicht das vom Kunden bevorzugte Bezahlverfahren an, kommt es nicht selten zum Kaufabbruch; dem Händler entgehen Umsätze. Ziel aus Händlersicht muss es also sein, die Zahlverfahren anzubieten, die den Wünschen seiner Zielgruppe entsprechen. Entscheidend ist dabei weniger Masse, sondern Klasse: Statt eine wahllose Vielzahl an Verfahren zu offerieren, muss der Händler seinen Zahlungsmix so optimieren, dass er sowohl die Kundenpräferenzen als auch die Entwicklung am Payment-Markt abbildet.

Potenzial der alternativen Zahlungsmethoden

Ein Trend am Zahlungsmarkt, von dem sich auch Deutschland nicht freimachen kann, ist die wachsende Popularität und Nutzung alternativer Zahlungsmethoden („Alternative Payment Methods“, APM). Als alternative Methoden gelten sämtliche Bezahlverfahren abseits der traditionellen Kreditkartennutzung. Schätzungen zufolge werden APMs 2019 rund 55 Prozent der weltweiten Zahlungen im E-Commerce abdecken. Um das in Relation zu setzen: Prognosen zufolge soll der diesjährige weltweite Umsatz im Onlinehandel etwa 1,8 Billionen US-Dollar betragen – eine gigantische Summe. Damit ist klar, warum Händler APMs im Zahlungsmix etablieren müssen: Ihnen entgeht sonst Geschäft.

Von wegen alternativ – APMs gehören schon heute zum Standard

Der Sammelbegriff „Alternative Payment Method“ ist eigentlich irreführend. Zu den alternativen Methoden zählen nämlich auch in Deutschland längst etablierte Zahlverfahren wie elektronische Wallet-Lösungen oder die Online-Direktüberweisung. Als APMs gelten außerdem auch lokale Zahlungslösungen, die sich nur in bestimmten Märkten etabliert haben, Beispiel iDEAL in den Niederlanden oder Alipay im Reich der Mitte. Das Spektrum ist also sehr breit. So existieren Worldpay zufolge rund 300 verschiedene APMs.

Alternative Zahlungsverfahren passen sich immer weiter an aktuelle Anforderungen des Payment-Markts, technischen Fortschritt sowie Kundenwünsche an, um den Zahlungsprozess zu erleichtern. Durch diese kontinuierliche Weiterentwicklung lösen APMs die Probleme, die bei den vorherigen Zahlungsverfahren aufgefallen sind und gewinnen so zunehmend an Beliebtheit. Laut der aktuellen ECC-Payment-Studie greifen deutsche Konsumenten tendenziell eher seltener zur Kreditkarte, nutzen aber im Gegenzug häufig alternative Methoden. Die Gründe dürften vielfältig sein, grundsätzlich aber gilt: Genutzt wird, was als einfach, schnell und sicher eingeschätzt wird.

Paradigmenwechsel im Payment-Mix: Weniger ist mehr

Damit ist klar, dass sich aus Händlerperspektive die entsprechende Optimierung des Payment-Mix lohnt. Die aktuelle ECC-Payment-Studie hat herausgefunden, dass viele Händler ihr Zahlungsrepertoire ausdünnen – erstmals seit fünf Jahren ist die Anzahl der angebotenen Zahlungsmethoden rückläufig. Für Händler risikobehaftete Verfahren wie die Nachnahme und die nicht abgesicherten Varianten von Lastschrift oder Rechnungskauf verschwinden aus dem Payment-Mix. An deren Stelle treten neue, von Kunden präferierte Varianten wie Wallet-Lösungen oder Online-Direktüberweisung.

Neben einer besseren Conversion Rate (dank weniger Abbrüche wegen fehlender bevorzugter Zahlungsvarianten) bieten zahlreiche APMs dem Händler zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Diese schützen ihn beispielsweise besser vor Betrug oder Charge Backs, da sie automatisch die Kontodeckung überprüfen oder Zahlungen direkt vom Bankkonto erfolgen. Darüber hinaus rücken für den Händler zunehmend prozessrelevante Kriterien in den Fokus, beispielhaft seien hier der Integrationsaufwand und beschleunigte BackOffice-Prozesse genannt. Auch bei diesen Aspekten punkten alternative Verfahren. Die Services von Trustly lassen sich leicht in bestehende Shop-Lösungen implementieren und erledigen alle im Zusammenhang mit einem Zahlungsvorgang anfallenden Prozessschritte im Hintergrund. Zudem bietet Trustly als zertifiziertes Finanzinstitut den Mehrwert schneller Rückerstattungen.

Payment-Markt der Zukunft

Die Entwicklungen auf dem Zahlungsmarkt im Auge zu behalten ist für Händler entscheidend. Und hier kündigt sich ein Paradigmenwechsel an: Weg von den gewohnten und hin zu technisch versierten, an Kundenverhalten wie Händlerwünsche angepassten Methoden. Als besonders spannende Zahlungslösung könnte sich die Online-Direktüberweisung herausstellen, der für die nächsten Jahre ein enormes Potenzial zugeschrieben wird. Laut Worldpays Global Payments Report 2018 soll sie bis 2021 die Nummer zwei der weltweit am meisten genutzten Zahlungsweisen werden, direkt hinter E-Wallets. Damit verweisen die alternativen Lösungen Kredit- und Debitkarten auf die hinteren Plätze. Ein Zeitenwandel, der mehr Sicherheit und Komfort mit sich bringt – für Kunden wie Händler gleichermaßen.

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